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Das Korsett in der Mode


Korsetts

gehörten Früher zur Pflicht und guten Sitte.. Die dadurch geformte Silhouette galt jahrhundertelang als begehrenswert und ideal. Heute fällt dieser Anspruch weg, das Korsett hat jedoch seine Faszination noch nicht verloren. Immer wieder greifen es Mode Designer auf und geben ihm in veränderter Form und Aufgabe eine neue Plattform.

Der Sinn eines Korsetts bestand immer darin, den weiblichen Körper zu formen. Je nach Epoche waren verschiedene Körperbilder erwünscht, so gab es auch verschiedene Arten von Korsetts. Ähnlich ändern sich noch heute die Formen mit der Mode. So waren in den 80ern männlich herbe Gestalten gewünscht, während die voluminösen Kleider der letzten Jahre die Beine ins Blickfeld rücken. Traditionell handelte es sich bei Korsetts immer um Kleidungsstücke aus festem Material, die zusätzlich durch Einlagen wie Stäbchen aus Fischbein oder Metall verstärkt werden.

Sie umfassten normalerweise den Oberkörper von Brust bis zur Hüfte und wurden im Rücken aufwendig geschnürt. Man kann davon ausgehen, dass das Wort Korsett aus dem Französischen übernommen wurde. Heute ist der Begriff sehr dehnbar. Die Modewelt hat die eigentliche Form und Funktion weitgehend aufgelöst. Korsetts müssen heute nicht mehr notwendigerweise geschnürt werden. Es gibt sie auch mit Reißverschluß oder schon ins Kleidungsstück eingearbeitet.

Nach umfassenden Nachforschungen geht man heute davon aus, dass etwa um 1500 erste korsettartige Kleidungsstücke verwendet wurden. Wie diese genau gearbeitet waren und welche Materialien zum Einsatz kamen, ist weitgehend unklar, allerdings legen Portraits und andere Gemälde dieser Epoche den Einsatz von Korsetts sehr nahe. Alle Damen waren sehr gerade und hatten einen schon fast konischen Oberkörper. So etwas kann nur durch das Tragen eines Korsetts erreicht werden.

Die damaligen Modelle schlossen verhältnismäßig weit oben ab und pressten die Brust flach. Es könnte aber sein, dass direkt in die Kleider selbst Verstärkungen eingearbeitet waren, sodass das Tragen von Korsetts noch nicht üblich und verbreitet war. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Korsett ab etwa 1680 als eigenständiges Kleidungsstück existierte. Es fungierte damals als Unterwäsche, das heißt es wurde unter der eigentlichen Kleidung getragen.

Im 18. Jahrhundert findet das Korsett dann endgültig Eingang in die tägliche Garderobe der Damen. Die Bürste wurden dadurch nach oben und zusammen gedrückt. Mit der Zeit entstandenen verschiedene Schnürungsarten. Die verbreitetste Variante war die bereits erwähnte Schnürung im Rücken. Es gab jedoch auch Verschlußarten mittels Ösen, die vorn oder hinten angebracht sein konnten.

Besonders die Korsetts der reichen Damen waren sehr prunkvoll geschmückt. Es wurden nur beste Stoffe wie Seidenbrockat benutzt, dazu kamen Gold- und Silberborten. Die verstärkenden Stäbe waren sorgfältig eingenäht in oft dekorativ gestickten Stofftunneln.

Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts wird die Taille im Zuge des Empirestils immer mehr nach oben verlegt, die Korsetts wurden kürzer und kleiner. Die Brüste werden weiterhin angehoben, jedoch nicht mehr zusammengedrückt. Sie bleiben jetzt getrennt und finden sich erstmal in eingearbeiteten Körbchen wieder.

Schon ab etwa 1820 sind die Korsetts zurück. Taille ist wieder Taille und die muss nach Möglichkeit schmal sein. Die Korsetts werden immer besser für ein festes Schnüren ausgerüstet. So werden die bruchempfindlichen Elfenbeinringe in den Schnürösen durch Metallbesatz verstärkt. Gegen Reißen wurde auf der Vorderseite das Planchet eingesetzt, zwei eingenähte Metallschienen, die durch Haken und Ösen verbunden werden.

Auch die Schnürungstechnik wird zugunsten einer stärkeren und engeren Einschnürung verändert. Das ehemals einfache Schnürband, wird jetzt durch das erste Ösenpaar gefädelt, sodass zwei Enden entstehen. Diese werden kreuzweise nach unten durch die Ösen gezogen. In der Taille wird ein mal Kreuzen ausgesetzt, statt dessen werden die Bänder in das darunterliegende Loch weiter gezogen. So entstehen zwei Schlaufen, mit denen die Taillenweite besser reguliert werden kann. So kann die Taille exakt und sehr stark verengt werden. So entsteht auch die typische Sanduhr-Silhouette. Korsetts gehören stärker denn je zum guten Ton und sind für Adel wie für Bedienstete gleichermaßen vorgeschrieben.

Je reicher die Besitzer, desto prächtiger naürlich auch die Korsetts. Allerdings wird vor allem auf schlichte Eleganz und klare Linien geachtet. Satin setzt sich als Obermaterial durch und wird durch Stickereien oder Spitze ergänzt. Die Länge des Korsetts variiert mit der Mode. Als noch lange, weite Röcke getragen wurde, reichte das Korsett gerade bis zur Hüfte. Als die Kleider jedoch verhältnismäßig eng getragen wurden, umschlossen Korsetts teilweise die gesamte Hüftpartie um auch dort eine optimale Formung zu erreichen. Diese Korsetts verfügten auch erstmals über elastische Bänder um die Strümpfe zu befestigen.

Die Korsetts werden bequemer, bekommen Elastikeinsätze und werden wieder kürzer. In der Zeit des ersten Weltkrieges erlebt das Korsett seinen Niedergang. In der 20er Jahren reduziert die Garçonne Mode das Korsett auf einen Hüftgürtel. Die Brüste werden vom Büstenhalter gestützt. Der Hüfthalter setzt sich auch in den 30ern und 40ern durch.

Christian Dior bringt 1947 eine Wende. Seine Nachkriegsmode rückt die Taille wieder in den Fokus und damit das Taillenkorsett. Taillenkorsetts sind sehr schmal, enden unter der Brust und engen lediglich die Taille ein. In den 50ern kommen die Hüfthalter wieder, bis auch diese immer mehr reduziert werden und schließlich ganz wegfallen.

Madonna und Jean Paul Gaultier holten das Korsett in den 80er Jahren wieder hervor. Allerdings wurde es jetzt als Vollbrustkorsett über dem Oberteil getragen und war damit zum eigentlichen Blickfang und Modeartikel geworden. Heute gibt es Varianten aus Seide, aus Jeansstoff, ganz edel aus Brokat, mit Stickereien oder Perlen. Allerdings fällt meist die Schnürung komplett weg. Man spricht darum eher von Corsagen. Diese kommen bei den Designern regelmäßig wieder. In hellen Farben mit schönen Mustern wirken sie weich und weiblich, schwarz in Leder oder Lack zeigen sie die Femme fatale. Sie können die Brüste bedecken oder lediglich die ein breiter Gürtel um die Taille liegen. Bei ersterer Variante kann das Korsett bzw. die Corsage als eigentliches Oberteil getragen werden. Das findet man zum Beispiel häufig in der Abendgarderobe. Die schmaleren Versionen werden auf Blusen, Kleider und dünne Pullover angezogen.

Aus dem erotischen Fantasien sind Korsetts sicher nie verschwunden. Auch heute gibt es noch unzählige Liebhaberinnen, die regelmäßig Korsetts tragen. Im Internet finden sich tausende Seiten in denen sich Fans und Bewunderer austauschen können.

Egal ob Modeartikel oder Fetisch, die Taille wird heute längst nicht mehr so stark geschnürt wie im vorigen Jahrhundert. Das Korsett wurde seiner praktischen Aufgabe enthoben und ruft den Damen schon längst keinen Angstschweiß mehr auf die Stirn. Vielmehr wurde es zum Liebhaberstück und zur Passion.


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